
Ausstellung Muttertag 2006
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Zur Tradition gewordene Muttertagsausstellung in Augsburg.
Es ist nun trotz anfänglicher Skepsis, in Augsburg zur Tradition geworden, dass die Besucher des Muttertagsgottesdienstes in
der St. Andreaskirche, danach zu einer Blitzausstellung bei Kaffee und Kuchen in den Gemeindesaal eingeladen werden.
Dieses mal habe ich, angeregt durch die Buchbesprechung in der Siebenbürgischen Zeitung: Karoline Riffel „Gestickte Sprüche
in alter Zeit“, mich auf die Suche nach Exponaten zu diesem Thema gemacht.
Mehrere Frauen darauf angesprochen antworteten: „Ja wir hatten solche zu Hause, da wir aber mit wenig Gepäck gekommen
sind, haben wir sie nicht mitgebracht.“ Und trotzdem habe ich 25 Ausstellungsstücke zusammentragen können.
Eine große Hilfe war Frau Rosi Altstädter, die aus ihrer Verwandt- und Freundschaft Wandbehänge für die Ausstellung
gesammelt hat.
Den größten Schatz an Sprüchen, von sich und ihrer Mutter gestickt, hatte Frau Elisabeth Theil.
12 Frauen und ein Mann haben mit ihrem Eigentum an gestickten Sprüchen zur Ausstellung beigetragen. Außer den beiden
oben angeführten beteiligten sich: Agneta Krauss, Maria Altstädter, Maria Schneider, Rosina Gober, Ida Gagesch, Imma
Pelger, Leontine Schuster, Mathilde Theil, Wobeta Deppner/Kasper und eine Ausnahme, ein Mann Herr Helmuth Schneider.
In Siebenbürgen war es den sächsischen Stickerinnen gelungen die Mode mit der traditionellen siebenbürgisch-sächsischen
Stickerei zu verbinden.
Besonderen Anklang fand Frau Regina Martini mit der Präsentierung ihrer vielen sächsischen Exponate, die sie zu einer
Bauernstube zusammengestellt hatte. Zu sehen war ein von ihr bemaltes Hochbett mit den passenden Polstern, die zur
Stube gehörigen Vorhänge, Tischtuch, Krüge, Trachtenpuppen und anderes mehr. Sie ist eine wahre Künstlerin des Farbpinsels
und hat viel für volkskundliches Schaffen nach alter Tradition übrig. Wir wünschen Ihr Gesundheit und weitere
Schaffensfreude.
Die Muttertagsausstellung in Augsburg ist ein Podium, für die Bekanntmachung und Kulturbewahrung der Arbeit von
Frauenhänden mit der wir in die Öffentlichkeit treten. Diese Stücke haben einen besonderen nostalgischen Wert,
da sie durch die Umstände der Aussiedlung nur in geringer Zahl vorhanden sind.
Vor 2 Jahren stellten wir “Trachtenpuppen und alte Web- und Stickarbeiten" aus.
Voriges Jahr waren es: “selbst gemachte Stickereien und alte Krüge und Teller“.
Dieses mal sind es “Gestickte Sprüche und eine Bauernstube“.
Für nächstes Jahr habe ich mir das Thema schon ausgewählt. So schnell werden mir die Themen nicht ausgehen.
Nur finden muss man Leute die trotz ihrem beschränktem Aussiedlergepäck ein Herz für diese heute für uns so
wertvollen Stücke hatten und sie mitgebracht haben.
Beim Gottesdienst



Sprüche









Bauernstube



Familie Martini, die Aussteller der Bauernstube

Die Aussteller

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