Sie sind der
GOWEBCounter by INLINE Besucher



Finanzierung


Wie Ihr es über die Neue Kronstädter Zeitung, Siebenbürgische Zeitung oder Karpatenrundschau erfahren habt, habe ich mich der Wiederherstellung des vom Honterusdenkmal geraubten Reliefs angenommen.

Wie kam es dazu?

Im Kindergarten meiner Mutter bin ich mit Plastilin aufgewachsen. In der vierten Klasse habe ich dann in Gips Reliefs geschnitzt und bei der Bildhauerin Margarete Depner 3 Modellierstunden genommen. Hansheinz Seidel stand Modell. Sie hat mich damals auf das Relief am Honterusdenkmal, welches das schönste ist, das die Siebenbürger haben, aufmerksam gemacht.

Die Jahre vergingen, meine Augen aber blieben am Relief hängen.

Wir haben 2 große Siebenbürger: den Humanisten und Reformator Johannes Honterus und den Vater der Raumfahrt Herman Oberth. Wenn ich in Vorträgen über kulturelle Leistungen der Sachsen berichtete, bediente ich mich meiner Dias vom Honterusdenkmal. Bei einem Besuch meiner Geburtsstadt in den 80er Jahren, machte ich mehrere Detailfotografien mit der Absicht die Tafel für mein Wohnzimmer zu modellieren.

Jahre danach verschaffte ich mir einen Gipsabdruck des Honterusgesichtes von der Tafel, Abdruck der mir beim ersten Besuch misslungen war.

In der Zwischenzeit erstellte ich 2 mal ein kleines Modell aus Ton für mich.

Dann schlug die Nachricht für mich wie ein Blitz ein: "Relieftafel geraubt".

Ich habe gleich telefonisch Kronstadt verständigt, das ich Fotografien hätte, die ich zur Wiederherstellung des Reliefs zur Verfügung stelle.

Es hat sich nichts getan. Dann kam die Botschaft "Diebe gefasst".

Wieder Kontakt mit Kronstadt aufgenommen. Wieder nichts. Kein Geld. Renovierung der Kirche und Orgel wichtiger.

Die Kronstädter haben dann im Jahre 2.000 von der Tafel die auf der anderen Seite angebracht ist, auf der Honterus den Kelch reicht, einen Gipsabguss anfertigen lassen. Sie wurde mit Ölfarbe schwarz angestrichen und an Stelle des geraubten Reliefs montiert. Danach wurde ein Eisenstabzaun um das Denkmal errichtet, damit die Schulkinder nicht mehr heran können.

Ein Jahr darauf fand ich schon feine Sprünge und abgeplatzte Stellen an der Gipstafel.

Nach meiner Meinung ist die Verankerung der Relieftafel, im Laufe von 101 Jahren, durch Kinderhände gelockert worden (Festhalten beim Räuber und Gendarm Spielen, Kletterversuchen, Zielscheibe für Schneebälle u.s.w.) und somit leicht von den 13 Jährigen herausgerissen worden.

Ein Vorwurf ist niemandem zu machen. Hand aufs Herz, wer von uns, der in den letzten 20 Jahren vor dem Denkmal gestanden ist, hat nicht mal an dieser Relieftafel gerüttelt? Das Hände kräftig daran waren, sah man an den abgewetzten Stellen.

Die Sache hat mir keine Ruhe gelassen. Weitere Telefonanrufe bei E. Schlandt, G. Nussbächer, H. Hügel um die genauen Maße der Versenkung der Tafel in den Sockel zu erfahren.

Die Maße die ich erhielt stimmten mit meinen an die Wand projektierten Dias nicht überein. Es blieb mir nichts anderes übrig, als selber hinunter zu fliegen und an Ort und Stelle der Sache nachzugehen. Zu meiner Freude fand ich ein Duplikat der angebrachten Gipsplatte im Kassenamt vor. Von der konnte ich mir die Maße nehmen. Die Tafel ist links und rechts schräg, oben und unten grade im Steinsockel des Denkmals eingelassen.

Die Optik der Kamera hatte das Bild auch verzerrt. Die Rillen oben und unten waren vergrößert abgebildet weil sie herausstanden u.a.m.

In Augsburg angekommen druckte ich meine Aufnahmen in Originalgröße aus. In einer Kunstgießerei legte ich meinen Ausdruck vor und am nächsten Tag hatte ich den Kostenvoranschlag im Briefkasten. Nun machte ich mich ans Modellieren.

Als ich sah, dass ich es schaffte, kamen die nächsten Etappen. Einholen der Informationen in Kronstadt, bei der HOG Kronstadt und bei der Landsmannschaft ob ein Auftrag zur Erstellung dieses Reliefs vergeben sei.

Antwort: "Kein Geld".

Mit der Zeit hatte mein Reliefmodell Gestalt angenommen. Fotografieren und ins Internet stellen war der nächste Schritt.

Anhand dieser Bilder war es möglich, dass das Presbyterium der Honterusgemeinde die Arbeit verfolgen konnte und mein Angebot die Tafel für sie kostenlos herzustellen akzeptiert wurde.

In der Zwischenzeit bin ich mit Herrn Kurt Fritz Handel, einem unserer besten Siebenbürger Bildhauer bekannt geworden. Er hatte unlängst seine Bronzearbeiten in Dinkelsbühl ausgestellt.

So wie wir Siebenbürger, wenn es um die Allgemeinheit geht, selbstlos und hilfsbereit sind, hat er mir manch guten fachmännischen Rat erteilt und wird die Gussarbeit zur gegebenen Zeit im Werk weiter verfolgen.

Nächste Etappe war Aufruf in der Presse um Detailaufnahmen damit ich das Relief so genau wie nur möglich nachmodellieren könnte. Echo ja, aber leider ohne praktischen Wert.

Was ich mit einer Schwarz-weiß Kopie eines Fantasieölbildes von Honterus bei der Erstellung des Relieftafel machen sollte ist mir unklar?. Dennoch habe ich mich über die Hilfsbereitschaft gefreut und mich bei der Person bedankt.

Außer mir hatte bisher niemand Detailaufnahmen vom Relief gemacht.

Eine Replik nach Bildern zu erstellen ist fast schwerer als ein neues Werk. Bei einem neuen Werk hat der Künstler freie Hand zu sagen "das wollte ich so". Bei solch einer Rekonstruktion, ist detailgetreue Nachbildung gefragt.

Ein kompliziertes plastisches Objekt, weist in seinen Details je nach Stand der Kamera und Beleuchtung andere Detailmaße auf. Selbst dieselben Details haben, wenn sie sich in einer Schräglage zum Objektiv befinden, in verschiedenen Abbildungen verschiedene Maße. Dazu kommen stürzende Linien, Verzerrungen wie Fassbildung, Kissenbildung, Vergrößerung von der Kamera naheliegenden Details u.a.m.

Das Relief wird den Vermerk "Replik" tragen, damit ersichtlich ist das es sich um eine Nachbildung der Relieftafel von H. Magnussen handelt.

Eine grobschlächtige modern gestaltete Nachbildung wäre für mich einfacher zu realisieren gewesen und hätte seinen Zweck auch erfüllt.

Humanismus? Zurück zu den Wurzeln? Ja so wie es Honterus seinerzeit machte, so mache ich es nun auch für ihn.

Nächster Schritt: Finanzierung.
Vor 100 Jahren haben fast alle Siebenbürger Sachsen ihr Scherflein zu diesem Monument beigetragen. Müssen die Ausgaben nur auf meinen Schultern ruhen?



Bei der 50 Jahrfeier der Kreisgruppe Augsburg habe ich veranlasst das die Kollekte des Gottesdienstes für die Erstellung dieses Reliefs gesammelt wurde. Es kamen 1.560 DM zusammen.

In der Satzung der HOG Kronstadt bei § 2. 8 Zweck des Vereins steht: "Erhalt, Pflege und Betreuung von bedeutenden siebenbürgisch-sächsischen Kulturdenkmälern in Kronstadt."

Um das Decken der Differenz der Ausgaben habe ich im Dez. 2001 die HOG Kronstadt konkret um Hilfe gebeten.

Beim HOG - Treffen in Stuttgart habe ich mein Modell zur Begutachtung mitgenommen und vorgestellt und mündliche Unterstützung erhalten.

Im Schreiben danach wurde mir mitgeteilt dass der Vorstand einen Spendenaufruf zweckgebunden in der Presse machen wird, aber als gemeinnütziger Verein Subventionen finanzieller Natur nur an Institutionen und Organisationen geben könne.

Wie decke ich in so einem Fall die Gusskosten und meine zusätzlichen Unkosten darunter Kosten für die ich keine schriftlichen Belege habe, wie meine Fahrt mit PKW von Hermannstadt nach Kronstadt und zurück, zum Flughafen, Fahrten zur Kunstgießerei, Fahrten zur Begutachtung des Modells zu Kurt Fritz Handel, Materialkosten, Telefongebühren, Gebühren für meine Bettelbriefe, Ausgaben für Werbung um finanzielle Unterstützung u.a.m.?

Es bleibt mir nichts anders übrig als mit meinem Modell in die Öffentlichkeit zu gehen, und mich mit dem Hut in der Hand daneben zu stellen, so wie ich es eben mit Scham im Herzen auch hiermit tue.

Ich meldete mich zum burzenländer HOG Treffen an, wo 12 burzenländer Heimatsortsvertreter anwesend waren.
Hier referierte ich über das Denkmal und zeigte das Bild und meine Plastik die in fortgeschrittenem Stadium war.

Ein großes Hallo gab es als zwei Anwesende, in der Namensliste derer, die zu der Errichtung des Honterusdenkmals vor über 100 Jahren gespendet hatten, die Namen ihrer Vorfahren fanden.

"Willi Kein Problem. Du bekommst unsere Unterstützung. Auf unsere Schultern kannst Du dich verlassen". Es reichte dass, nachdem ich weg war, nur ein Frosch quakte: "Wenn die Kronstädter (die nicht anwesend waren) ihn nicht unterstützen, so ist etwas faul an der Sache".

Kein Pfennig kam herein.



Letzte Mitteilung der HOG Kronstadt 16 März 2002 "Leider müssen wir Dir mitteilen, dass im Augenblick kein Geld der HOG für dieses Projekt zur Verfügung steht. Die Anfragen und Bitten des Deutschen Forums in Kronstadt um Mittel zur Fertigstellung des Altenheimes in der Bahnstraße haben Priorität."

Kein Einwand meinerseits.
Hilfe für einen unschuldig in notgeratene Menschen, hat in meinen Augen Priorität gegenüber meiner Wiedererstellung der Relieftafel vom Honterusdenkmal.

Heuer 2009, fließt noch immer Geld in das Altenheim. Ich hätte lange warten können.



Für mich gilt nun: "Hilf die selbst so hilft dir Gott".

Wer will und kann mir in dieser Situation weiter helfen?

Ich habe zum Decken meiner Ausgaben ein Unterstützungskonto eröffnet: Verwendungszweck HONTERUS DENKMAL

Die Siebenbürgische Zeitung veröffentlichte einen Bericht von mir über die Erstellung des Relief ohne Angabe meiner so wichtigen Spendenkontonummer. Auf meine Anfrage wurde mir gesagt das nur für landsmannschaftliche eigene Gruppierungen wie Bibliothek, Museum, Altenhilfe und andere die Kontonummer für Spenden veröffentlicht werden.

Die Listen derer die für die Errichtung des Honterusdenkmals gespendet hatten wurden 1898 veröffentlicht.

Spendeneingänge aus dem Jahr 1883
Spendeneingänge aus dem Jahr 1898


Ich werde die Namen derer die ab 20 Euro auf dieses Konto einzahlen ohne Betragsangabe hier veröffentlichen.

Diese Unterstützung ist nicht absetzbar!

Unterstützungseingänge in den Jahren 2001 - 2002


Die Eingänge auf das Konto können wann immer nachgeprüft werden und falls mich ein Herzinfarkt erwischt und niemand die Stafette übernimmt so kann die Überweisung rückgängig gemacht werden.

Ich habe nicht gezögert mich dieses Projektes, das viel Mühe, Zeit, Arbeit und handwerkliches Können abverlangt, anzunehmen. Für unser kulturell- historischem Monument mit dem wir uns identifizieren, auf das wir stolz sind, die Unkosten alleine zu tragen, müsste doch nicht sein.
Auch mit kleinen Beiträgen zum Decken der Unkosten ist mir Idealist viel geholfen.

Es ist machbar !!!!!

Ich habe Vertrauen in den Geist den wir Siebenbürger innehaben.

Mein Dank an alle die mir beistehen dieses Projekt zu tragen.


Kosten der Wiederherstellung.

Auftragsvergabe an ein kompetentes Unternehmen, von der Bestandsaufnahme, Nachbildung des Reliefs in Bronze nach Fotografien, bis zur Verankerung im Sockel des Denkmals in Kronstadt.
(mündlicher Kostenvoranschlag)    ca. 20 - 25.000 DM


Schriftliche Kostenvoranschläge von Kunstgießereien für ihre Leistungen:

Modell nach Foto     ca. 7.000 DM
Silikonabguss            ca. 1.500 DM
Bronzeguss                ca. 3.000 DM
Total:                         ca. 11.500 DM


Dazu kommen Nebenkosten bis zu 10.000 DM




Mein persönlicher Einsatz

Das Modell erstelle ich kostenlos.   Wert 7.000 DM

Bekomme ich keine Unterstützung ziehe ich das Projekt alleine durch und trage alle anfallenden Kosten selber.



Stand März 2002

Auf meinen Schultern lasten außer der Arbeit große Ausgaben.
Wer hilft mir tragen?



Es tauchen immer wieder Vorschläge auf, den Guss zwecks Kostenersparnis in Rumänien ausführen zu lassen.

Wenn ich ihnen dann Anbiete die Gussanfertigung zu übernehmen ziehen sie den Schwanz ein.

Kompetente Gießerfachleute aus Rumänien warnten mich davor.

Selbst Kunstgießereien hierzulande unterscheiden sich in ihrem Können. Dazu kommt das zwischen Nichtgelingen und Gelingen ein enger Spielraum ist.

Wenn ich die Frage in den Raum stelle, ob jemand die Staffette "Honterusrelief" mit allem drum herum übernehmen würde, bekomme ich nur ausweichende Antworten.



Hallo,

hat Dich, der Du Jahre deines Lebens die Schulpausen im Schatten des Denkmals verbracht hast, diese Nachricht so wie mich erschüttert?

Dann lass die Gipstafel am Honterusdenkmal und mich nicht im Regen stehen.



Danke
    
Willi.


Wilhelm-Hauff-Str. 33 86161 Augsburg Tel.: 0821 565506   
wilhelm.roth@gmx.de